RC Car-Geschichte

1975 kann man als das Gründungsjahr des Elektro-RC-Car-Sports in Deutschland ansehen. Die RC-Car-Sportart wurde zwar schon Anfang der 70er Jahre von einigen wenigen hauptsächlich in den USA und England betrieben, dabei wurden fast ausschließlich Glattbahn-Verbrennerrennen veranstaltet. Als dann 1975 die ersten hochstromfähigen NC-Akkus zur Verfügung standen, war der Sport plötzlich für viele erschwinglich und die Zahl der Piloten stieg sprunghaft an.

Wo Rennwagen sind, da werden auch Rennen gefahren und so wurde dann 1980 die erste deutsche Meisterschaft ausgetragen. In den USA trafen sich 1982 zum ersten mal Piloten zur Austragung einer Weltmeisterschaft. 1987 wurde zum erstenmal ein Deutscher Europameister. Diese ersten Meisterschaften wurden in der Klasse 1:12 ausgetragen, die heute nicht mehr anzutreffen ist.

Diese Fahrzeuge wurden rasend schnell technisch weiterentwickelt, es wurde viel von den Fahrern experimentiert. Dabei entstanden auch einige Eigenbauten, die erstaunlich konkurrenzfähig waren. Die ungefederten Chassis, Hackbretter genannt, wurden durch vollgefederte Fahrzeuge und zwei Rad getriebenen Fahrwerke von 4WD angetriebenen Chassis verdrängt.

Die Technik war nicht aufzuhalten – die immer stärkeren Motoren, die ständig steigenden Akkukapazitäten und der Hang zum technisch aufwendigen Allradantrieb - der Tourenwagen1:10 war geboren. Diese recht naturgetreuen aussehenden Modelle sind im Elektrobereich die Klasse mit den weitaus meisten Teilnehmern. An den Chassis mit den Tourenwagenkarosserien und Slickreifen kann die Fahrwerksgeometrie und die Federung eingestellt werden, genau wie beim 1:1 großen Vorbild. Die Fahrzeuge haben in der Regel einen Mittelmotor.

Durch den erheblichen Platzbedarf der 1:10er Klassen und um die Winterpausen zu verkürzen, ist ein steigendes Interesse an der 1:18er Klasse zu verzeichnen. Diese kleinen Fahrzeuge gibt es ebenfalls in der On-Road als auch in der Off-Road Ausführung.

An der Elektronik im Fahrzeug, wie auch an der Fernsteuertechnik wurde in den letzten Jahren sehr viel weiterentwickelt, wo man früher in der Fernsteuerung noch verschiedene Quarze benötigte, um mehrere Modelle gleichzeitig betreiben zu können, gibt es heute Systeme, die sich selbstständig einen von 99 verfügbaren Kanälen suchen. Die Empfänger sind ebenfalls um ca. die Hälfte ihrer Größe geschrumpft, wobei das Leistungsspektrum anstieg.

Der Handel bietet eine beachtliche Auswahl an Fahrzeugen und Material auf hohem Niveau, für On-Road und Off-Road und in vielen Maßstäben an. Dadurch ist der Einstieg in das Hobby RC-Cars nicht mehr wie zu den Anfangszeiten von sehr hohem Spezialwissen der Piloten abhängig und der Sport der breiten Maße zugänglich.

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